Sonntag, 9. Dezember 2018

WKSA2018 Teil 3 Zwischenstand

Mist, gerade mal um drei und schon wieder (oder immer noch) so dunkel, dass es mit Fotos schwierig wird. Vor allem wenn dunkelblauer Wollstoff vernäht wird wie bei mir. Keine Chance also, die Farbe adäquat wiederzugeben.
Dank eines kleinen feinen Nähkränzchens gestern bin ich gut vorangekommen. Ich arbeite langsam und ordentlich, da der dünne Wollstoff keinen Fehler verzeiht. So habe ich es geschafft, dass die Nähte bei den Rückenabnähern und auf der Schulter  gut aufeinandertreffen:
Auch die Halsblende sitzt richtig. Ursprünglich wollte ich sie aus dunkelblauem Satin nähnen, aber das Schwarmwissen in geselliger Runde gestern riet davon ab, da es nicht das selbe sondern ein viel leuchtenderes Blau war. 
Allerdings scheint mir das ganze jetzt sehr schlicht. Statement-Kette war die Empfehlung. Hm, ich trage eigentlich fast nie Ketten und wenn, dann halsnah und klein. Mal schauen, ob mir da noch ein auffälligeres Schmuckstück über den Weg läuft...
Jetzt schaue ich erstmal hier beim MMM, wie weit die anderen mit ihrem Weihnachtskleid sind.   

Montag, 3. Dezember 2018

WKSA2018 Teil 2 Projektvorstellung

Ich habe mich entschieden:
Es wird das Burdakleid mit den Blenden:

Sehr selten nutze ich Download-Schnitte, weil mir das Zusammenkleben total auf den Zeiger geht. Doch in diesem Fall hatte ich die Zeitschrift nicht und wollte nicht erst lange bei anderen Nähfreundinnen danach fahnden. Als habe ich gedruckt und geklebt:
 
Sieht cool aus, oder? Seit Jahren dümpelt häßlich-farbiges Druckerpapier im Schrank vor sich hin und nun endet es als Schnittmuster... Zugeschnitten habe ich alle Teile inzwischen, auch das Futterkleid. Damit werde ich jetzt anfangen, da kann ich gleich mal die Passform abschätzen. Aber eigentlich komme ich mit Burda gut klar und Größe 40 sollte funktionieren.
Wer wissen will, wie weit die anderen Weihnachtskleidnäherinnen sind - hier entlang zum MMM.

Sonntag, 25. November 2018

WKSA2018 Teil 1 Inspiration

Ich freue mich sehr, heute mit Dodo die Weihnachtskleidnäherei auf dem MMM zu eröffnen.
So sieht der Fahrplan für die nächsten Wochen aus:

Sonntag, 25.11.2018 -  Inspiration und Rückblick
Sonntag, 2.12.2018 - Konkrete Projektvorstellung. 
Sonntag, 9.12.2018 - Erster Zwischenstand
Sonntag, 16.12.2018 - Zweiter Zwischenstand
Mittwoch 26.12.2018 - Finale

Also Material ist schon mal da, aber ich weiß noch nicht, welchen Schnitt isch nehmen soll.
Gekauft habe ich den Stoff in netter Begleitung beim Bloggertreffen vor wenigen Tagen in Hamburg. Es ist ein nachtblauer feiner Wollstoff mit einem sanften Schimmer. Auf dem Foto sieht er leider schwarz aus, hat aber genau die Farbe des Garnes.
Der fällt sicher ganz wunderbar locker, würde aber auch ein extrem schickes Etuikleid abgeben. Allerdings habe ich vor zwei Jahren schon einmal ein sehr körpernahes Weihnachtskleid genäht und trage es kaum.
Trotz Elasthan-Anteil ist es mir im Alltag zu unbequem. Das karierte "Schwanenkleid" vom WKSA2017 dagegen ist ein Dauerbrenner geworden. Nur in den heißen Sommerwochen hatte es Schrankpause. Ansonsten liebe ich es und trage es auch im Alltag.
Quelle Burda Style 9/29012
So etwas stelle ich mir auch für den Wollstoff vor: grundsätzlich zwar schmal aber mit leichter A-Linie. Zum Beispiel dieses Modell (123 aus Burda 8/2015) würde mir auch gefallen und ich hätte sogar dunkelblauen Satin für die Blenden.

Quelle: Burda Style 8/2015
Oder dieses Kleid in lockerer Passform (102 aus Burda 9/2014):
Quelle: Burda Style 9/2014
Und nun lasse ich mich weiter von den Ideen der Weihnachtskleidnäherinnen beim MMM inspierieren.


Dienstag, 20. November 2018

Novembernäherei geschafft!

Pünktlich zum Bloggertreffen in Hamburg hatte ich meine neue warme Winterjacke fertig:


Es war zum Schluss eine ziemliche Quälerei mit dem dicken Wollstoff, der winddichten Zwischenlage und dem Futter. Mein neuer Oberstofftransporteur hat mir da gute Dienste erwiesen.

Das Kunstleder war etwas divenhaft, denn gerade im Ärmel legt es sich nicht so einfach in den Armausschnitt. Und es war als Kombipartner für den dicken Wollstoff trotz Steppfutter zu dünn. Deshalb würde ich die beiden Materialien nicht mehr miteinander verarbeiten. Schließlich habe ich noch Ärmelfische eingefügt (leider das Foto vergessen), damit das Leder an der Schulter nicht so schlaff abfällt. Das war dann doch eine langwierigere Schlussphase und die letzten Handnähte am Futter habe ich erst auf der Hinfahrt nach HH im Zug erledigt.
Beim Bloggertreffen gab es einen Fotokurs von Antje (Küstensocke) und wir haben uns nach einem sehr hilfreichen Theorie-Teil gegenseitig fotografiert. Ich war ein Team mit Julia (Piek&Fein) - Danke nochmal für die schönen Bilder!
Foto: Julia vom Blog Piek&Fein

Wichtigste Erkenntnis des Tages: "Sei ein Segel und keine Säule".  Das habe ich doch gleich mal mit dem Kuschelkleid ausprobiert. Ich hatte sehr viel Spaß und die Umstehenden auch...

Foto: Svea (Tüdelband)
Foto: Julia (Piek&Fein)

Vielen Dank an dieser Stelle für die hervorragende Organisation des Bloggertreffens an Antje und Tanja.
Zum Schluss gab es noch tolle Fotos, die Antje von Sarah und mir gemacht hat. Wir hatten beide Mäntel aus meliertem Wollstoff, haben uns während des Nähprozesses über Thermovlieseinlagen ausgetauscht und nun sogar gemeinsam gemodelt...

Foto: Küstensocke


Foto: Küstensocke


Foto: Küstensocke
Sarahs Mann Holger hat übrigens bei einem wunderbaren Fotoshooting unsere selbst genähte Kleidung toll in Szene gesetzt. Dazu gibt es einen Extra-Beitrag in den nächsten Tagen.
Hier seht Ihr noch die anderen Teilnehmerinnen am November-Wetter-Sew-Along
Und weil es heute gut passt, verlinke ich noch bei Creadienstag und bei Frau freut sich 

Zusammenfassung:
Schnitt: Modell 4 aus Burda Easy H/W 2015, Größe 40
Stoff: melierter Wollstoff und Kunstleder vom Stoffmarkt (2016 gekauft)

Freitag, 16. November 2018

Unterwegs-Kissen

Diese beiden praktischen Teile entstanden nach unserem letzten Ausflug in die Sächsische Schweiz.

Dort vermissten wir nämlich mal wieder eine schnelle und bequeme Sitzgelegenheit während unseres Picknicks am Fels.

Verschenkt habe ich solche Unterwegs-Kissen schon mehrfach. Nun fügte es sich, dass ich das auf dem Bernina-Blog erläuterte freie Quilten ausprobieren wollte und die Restekiste überquoll.
Außerdem lag noch ein angefangenes Häuschen (inspiriert von Valomeas Flickenkiste) herum, welches gut zur Meeresoptik passte. Ein schnelles Ergebnis und einen Stückelei, die Spaß gemacht hat. Die Rückseite ist schlicht einfarbig und als Zwischenschicht habe ich einen Volumenvliesrest genutzt.
Bewährt haben sich die beiden Teile inzwischen bereits während der Herbstferien auf Menorca.
Sie passen zusammengerollt in jeden Rucksack und nehmen auch im Flugzeug-Handgepäck kaum Platz weg. Und weil es so gut passt, verlinke ich heute wieder einmal zu Marions Restefest.

Mittwoch, 7. November 2018

Vom Kummerkauf zum Kuschelkleid

Wie schön, dass es heute wieder einen MeMadeMittwoch gibt, wo uns Nina gleich mit einer kompletten Herbstgarderobe empfängt und sich die nähbegeisterte Community auf dem virtuellen Laufsteg trifft.
 
Ich bin heute mit einem Kleid dabei, dass für mich eine sehr emotionale Geschichte hat. Den kuschelweichen Jacquard-Sweat in Fischgratoptik habe ich im Sommer in Berlin gekauft. Es war ein Kummerkauf an einem Junitag, als mein Papa nach einem sehr schweren Unfall operiert wurde - Ausgang offen. Ich habe es nicht ausgehalten, diese vielen Stunden in der Klinik zu warten und bin durch diverse Stoffläden getingelt, um mich abzulenken. Dieser hellgraue Schmeichelstoff hatte dann für mich tatsächlich etwas Tröstliches. Ich habe ihn also gekauft, ohne zu wissen, ob jemals etwas daraus werden kann. Denn das hing einzig und allein vom Erfolg der Operation ab. Wenn die nicht gut gegangen wäre, hätte ich den Stoff sicher niemals anschneiden können...
Aber weil die Ärzte und Schwestern des Unfallkrankenhauses meinen Paps gerettet haben, gibt es heute dieses Kleid.

Der Schnitt ist Modell 109 aus Burda 9/2012 (auch als "Schwanenkleid" bekannt). Ich habe ihn hier schon einmal aus Webstoff genäht. Diese Erfahrung hat mich gelehrt, dass die vorgegebene Dreiviertelarmlänge im Winter nix für mich ist. Das fiel mir aber jetzt erst wieder nach dem Zuschnitt ein und so habe ich die Ärmel nachträglich mit Bündchen verlängert.
 
Und der Kragen ist auch neu, war aber bereits als Version im Schnitt vorgesehen. Vorn ist er halsfern genug, als dass er mir nicht die Luft nimmt und im Nacken überrascht er mit einem Minidekolleté.
 
An den Seiten und im Rücken habe ich je einen Zentimeter an Weite weggenommen, was sicher am dehnbaren Stoff liegt, denn beim Webkaro des ersten Kleides war dies nicht notwendig. Gefüttert habe ich das Sweatkleid nicht; ich trage es mit einem Unterkleid.
Und wenn es mir doch ein wenig am Nackenausschnitt zieht, dann ergänze ich das Kleid mit diesem Tuch, welches mir meine Mutsch gestrickt hat, als sie meinen Paps zur Kur begleitete.

Das helle Grau passt perfekt. Muster und Wollempfehlung (Lana Grossa SILKHAIR) stammen aus dem Sonderheft Fantastische Sommer-Strickideen 03/2018   

Zusammenfassung:

Schnitt: Modell 109 Burda 9/2012, Größe 40

Stoff: Jacquard-Sweat von "Traumbeere" (15,90€/Meter) 
Wolle: Lana Grossa SILKHAIR Print 323 (Rohweiß/Hellgrau/Dunkelgrau/Schwarz)
Fotos: die Tochter

Montag, 5. November 2018

Novemberwetter-Projekt geht voran

Langsam aber stetig arbeite ich an meiner Winterjacke.


Die hat jetzt immerhin schon einen Ärmel, mit dem ich mich allerdings ein wenig herumgeärgert habe. Das Kunstleder ist doch etwas störrisch und die Kugel legt sich nicht sehr geschmeidig ins Armloch. Sogar geheftet habe ich, damit es einigermaßen funktioniert. Nun ist der Ärmel bisher auch noch ungefüttert. Er bekommt innen noch Steppfutterärmel. Mit etwas mehr Volumen wird es sicher auch noch besser. Bei Vorder- und Rückenteilen habe ich dünnen Thermovlies an die zugeschnitten Teile geheftet und dann alles wie eine Lage verarbeitet.
Nur die Paspeltaschen habe ich vorher eingenäht und dann in den Vlies eine entsprechende Öffnung geschnitten, damit an der Stelle nicht alles so dick wird:
  


Die Paspeltaschen sind ganz gut gelungen und am meisten freue ich mich über den kleinen Stehkragen.
Nun ist Ärmel 2 an der Reihe, der mich sicher wieder einiges an Geduld kosten wird. Und so langsam wird die Jacke unhandlich unter der Maschine und schiebt ständig meine Nähzubehör vom Tisch. Frau Küstensocke (die die gemeinsame Nähaktion organisiert) ist da schon drüber hinweg, denn ihr warmer Mantel ist fertig und sie näht schon das nächste Novemberwetter-Teil. Beneidenswert! Wie weit die anderen Mitstreiterinnen sind, seht ihr hier.