Sonntag, 4. Dezember 2016

Weihnachtskleid-Zwischenstand

Nein, ich habe kein Probekleid genäht, ich habe gleich richtig losgelegt und bin mit dem Weihnachtskleid fast fertig:
Zur Erinnerung: Ich nähe das Claire-Underwood-Kleid aus der Burda 8/16. Ich habe Größe 40 genäht, die fast ohne Änderung passt. Lediglich das Oberteil habe ich knapp 2 cm verlängert und den Rock an beiden Seiten 3 cm schmaler gemacht.
Ich hatte nur 1,5 Meter Stoff und das war ziemlich knapp für dieses Modell. Zumal ich beim Zuschnitt nicht so flexibel sein konnte, da ich das Muster im Blick haben musste. So blieb am Ende nur dieses Häufchen übrig.
Das reichte nicht mehr für einen Gürtel, den ich aber unbedingt haben wollte. Ich hatte für dieses Wildleder-Fake-Kleid einen Stoff gekauft, der farblich ziemlich gut zum Rautenmuster des Weihnachtskleides passt. Und davon war noch genügend übrig.
Mir gefiel allerdings der von Burda empfohlenen hintere Druckknopfverschluss am Gürtel nicht. Im Internet fand ich eine besser passende Schließe. Allerdings ist sie noch probeweise mit Stecknadeln am Gürtel befestigt.
Auch die Kleidlänge ist noch nicht endgültig festgelegt. Ich habe im Moment mal die für mich (nach dem goldenen Schnitt) ideale Länge (für Pumps mit 6 cm Absatz) abgesteckt. Über diese Methode hat Julia von Sewinggalaxy vor einigen Wochen geschrieben. Ich schaue mir das noch einmal in Ruhe vor dem Spiegel an.
Mein Kleid ist nur im Rockteil gefüttert (würde ich beim nächsten Mal komplett füttern). Den Beleg am Ausschnitt habe ich mit einer dezenten Ziernaht versehen - ebenso die Ärmelabschlüsse, die ansonsten mit Blindsaum handgenäht sind.
Also bis zum Abschlusstermin schaffe ich den Saum noch. Ob das zweite Kleid auch noch fertig wird, weiß ich nicht. Ich habe heute aber den Zuschnitt des kleinen Schwarzen geschafft. Allerdings habe ich mich beim Schnitt noch mal umentschieden: Es wird jetzt  Modell 115 aus Burda 10/2009


Wie weit die anderen Weihnachtskleidnäherinnen sind, könnt Ihr Euch  hier beim MMM anschauen.






Mittwoch, 23. November 2016

Ersatz fürs Tanzkleid

Ich habe (schweren Herzens) dieses Nachtlichter-Kleid entsorgt: 

Es war ein vielgeliebtes und getragenes Stück aus dünnem Jersey - wunderbar luftig zum Tanzen. Der besondere Digitaldruck gab ihm das gewisse Etwas. Leider hat es die vielen Wäschen nicht so gut verkraftet. Es war übersät mit kleinen Knötchen und die Farben verblassten. Hier könnt Ihr noch einmal die Details dazu nachlesen.
Es musste also Ersatz her. Dafür lag schon länger ein knapper Meter Druckjersey im Stofflager. Und so habe ich trotz aufwändiger Weihnachtskleidnäherei ein schnelles Projekt dazwischen geschoben. Zwei Teile,  vier Abnäher und ein Bund. Schnitt ist wieder ein verlängertes Shirt aus Simplicity/Meine Nähmode 2/2014
Mal sehen, wie viele Tanzabende und nachfolgende Wäschen dieser Stoff mitmacht.

Wegen extremer Stoffknappheit habe ich kein komplett schwarzes Bündchen für den Halsausschnitt mehr hin bekommen. Da ist ein winziges Fitzelchen Rot mit dran - aber das wird nur mir auffallen. Und meinem Mann, wenn er mir beim Walzer ausnahmsweise mal über die linke Schulter schaut...
Auch wenn dieser Druck nicht ganz mit den exklusiven Nachtlichtern mithalten kann, ich bin glücklich und tanze damit zum heutigen MMM, wo Nina  wieder alle nähbegeisterten Damen einlädt.

Zusammenfassung:
Schnitt: Simplicity/Meine Nähmode 2/2014 Modell 16 verlängert
Stoff: Jerseyrest vom örtlichen Stoffladen (14€)



Mittwoch, 16. November 2016

Weihnachtskleid-Virus

Ich habe mich ja dagegen gewehrt, gegen das Weihnachstkleidnähen, gegen den damit verbundenen Stress, gegen den Zeitdruck - vergeblich. Je öfter ich auf der WKSAL16-Seite des MMM stöbere, um so mehr habe ich mich infiziert.
Der Rückblick ist schnell erledigt, denn ich habe erst einmal ein Weihnachtskleid genäht, im vergangenen Jahr.


Ein toller Stoff, ein schöner Schnitt, aber ich habe es ganze dreimal getragen. Wir sind nicht richtig warm miteinander geworden, obwohl ich einigermaßen Aufwand betrieben habe (das erste Mal sorgfältig eine Paspel eingenäht und komplett gefüttert). Vielleicht ändere ich es noch mal, irgendwann.

Neue Pläne gibt es:

1. das Claire Underwood-Kleid (behauptet Burda) Modell 124 aus der Burda 8/2016

eine zweite Version dieses Kleides sieht übrigens so aus.
 

 Ich werde mit diesem Stoff optisch wohl irgendwo dazwischen liegen:

2. ein klassisches kleines Schwarzes nach dem Modell 11 aus Fashion Style 11/2015


Wie der Name schon sagt, liegt dafür schon länger ein unfotografierbarer schwarzer Stretch-Satin bereit:

So, und nun mache ich mich gleich an die Arbeit.



Dienstag, 15. November 2016

Winterjacke geschafft

Das ist sie, meine Winterjacke - rechtzeitig zum Kälteeinbruch fertig geworden. Und deshalb trage ich sie auch schon seit zwei Tagen: Passt gut, verträgt auch einen dickeren Pulli drunter, ist herrlich warm und wunderbar leicht. Ich habe Größe 40 genäht und nur im Rücken minimal seitlich knapp zwei Zentimeter weggenommen.


Vor allem mit dem dünnen Steppfutter bin ich sehr zufrieden. Es lies sich super verarbeiten, trägt nicht zu sehr auf, macht den grobgewebten und damit winddurchlässigen Wollstoff aber wintertauglich. Kleiner Minuspunkt: Es raschelt hörbar, wenn ich mich bewege...

Den im Schnitt vorgesehenen Schal habe ich abgewählt, weil der Wollstoff doch ziemlich kratzt. Stattdessen habe ich einen Loop genäht, denn ich mir bei Astrid (stoffwelten) abgeschaut habe. Vielen lieben Dank für die Inspiration und fürs Erklären.

Den Loop habe ich mit einem passenden Baumwolljersey gedoppelt und mit alten dunkelbraunen Lederknöpfen (Omas Erbstücke) geschlossen. Trägt sich angenehm und kratzt überhaupt nicht. Außerdem habe ich so noch einmal die linke Stoffseite präsentiert, die mir auch sehr gut gefallen hat.

Jetzt bedanke ich mich noch bei Karin und Nina, die uns so gut bei diesem Sewalong begleitet haben und ohne die meine Jacke sicher noch nicht fertig wäre. (Hätte ich überhaupt eine angefangen....?)
Viele schöne Winterhüllen könnt Ihr jedenfalls hier beim MMM bestaunen.
Zusammenfassung:
Stoff:    Mischgewebe 70%Wolle/30%Polyester vom Stoffmarkt (20€/m)
             Steppfutter vom Stoffmarkt (8€/m)
             Zweiwege-Metallreißverschluss, 80cm  (11€)
Schnitt: Größe 40, Titelmodell (Nr.4) Burda Easy H/W 2015, hier schon einmal genäht









Dienstag, 8. November 2016

Winterjacke jetzt mit Futter

So sieht meine Winterjacke inzwischen aus:
Ohne Schulterpolster (vielleicht lasse ich die doch weg), Ärmel gesäumt mit der linken Stoffseite nach außen, das Futter ist drin aber von FERTIG bin ich noch weit entfernt.
 


Das lag vor allem am fehlenden Reißverschluss. Ich wollte einen 80cm langen Zwei-Wege-Zipper aus Metall in Beige. Das war zumindest auf dem Stoffmarkt und in diversen Geschäften ein Ding der Unmöglichkeit. Entweder Beige und Kunststoff, oder Metall und Ein-Weg oder Zwei-Wege und dunkelbraun oder zu kurz. Also blieb nur das Internet. Und weil der Wurm einmal drin war, dauerte es ungewöhnlich lange, ehe die Bestellung ankam.


Aber nun ist er da und meine Chancen, pünktlich zum Finale am 13. November fertig zu sein, stehen nicht schlecht. Allerdings muss ich mich bis dahin unbedingt noch für eine halswärmende Lösung entscheiden: Schal oder Loop...auf jeden Fall die linke Stoffseite nach außen.

Ob die anderen Mantel- und Jackennäherinnen schon auf der Zielgeraden sind, könnt Ihr hier beim MMM sehen.



Mittwoch, 26. Oktober 2016

Schnelle Winterjacke

Kurzentschlossen geselle ich mich noch zu den Winterjacken-Näherinnen.


Möglich wurde das durch den spontanen Entschluss, am vergangenen  Wochenende erst zum Stoffmarkt  und dann zum Nähtreff (mit Sylvia, Doreen, Anne und Mara) zu gehen. Und so konnte ich gestern schon mal die Jacke (noch ungefüttert, ungesäumt und ohne Verschluss) probieren:

Es ist der beliebte und viel genähte Schnitt Nr. 4 aus Burda-easy Herbst/Winter 2015. Ein erstes Modell habe ich hier bereits im Januar vorgestellt. Ich liebe diese Jacke. Doch verschlusslos und relativ dünn taugt sie nicht wirklich für den Winter, sondern nur für den Übergang. Und so soll ihr noch eine warme Version mit Reißverschluss folgen, mit diesem Futter:

Herrliche Welt - federleichte Vlieseinlage und Futterstoff in einem Stück! Ich hoffe es verarbeitet sich auch so gut.
Da es bei diesem Treffen um die Frage der Schulterpolster geht, habe ich gleich mal geschaut, was noch im Fundus ist.


Naja, nicht so doll. Die sind recycelt und ziemlich dick. Aber die Jacke braucht definitiv welche, dünnere. Ich habe auch bei meinem ersten Modell nicht darauf verzichtet. Da werde ich also mal bei Katharina schauen, die hier erklärt, wie man Schulterpolster selbst herstellt.
Auf den Fotos kommt mir die Jacke noch etwas weit vor. Da ich auch bei der ersten Jacke an den Seiten etwas Weite raus genommen habe, werde ich jetzt erstmal das Futter nähen und schauen, was ich dann noch schmaler machen muss.

Wer neugierig ist, wie weit die anderen Jacken- und Mantelnäherinnen sind, schaut am besten hier .
Das nächste Treffen ist am 6. November, bevor am 13.November das große Finale ist.

Mittwoch, 21. September 2016

Noch ein Wildleder-Fake-Kleid

Aller guten Dinge sind drei.

Und so habe ich einen schon bewährten Schnitt Burda Modell 117 2/2011 noch einmal in Eisblau genäht.
Zum Schnitt habe ich mich hier und hier schon ausführlich geäußert. Der Stoff ist ein Wildlederimitat mit Elasthananteil. Dazu habe ich Stück dunkelblauen Jersey (mit kleinen hellblauen Kreisen) vom Maybachufer kombiniert.



Genäht habe ich diesmal mit einer Microfasernadel - das ging sehr gut, auch wenn sich meine Nähmaschine beim Stofftransport ein wenig schwer getan hat. Das Unterlegen von Seidenpapier beim Nähen blieb mir aber diesmal erspart.
Das Kleid ist ungefüttert (ich trage es immer mit einem Unterkleid) und die Nähte konnten unversäubert bleiben, da nichts ausfranst.




Hier nochmal mein komplettes Kleider-Trio:


Und damit bin ich heute beim MMM dabei, wo Dodo mit einem herrlichen Rock in Lieblingsfarben auf den Laufsteg der gut gekleideten Damen einlädt.