Dienstag, 28. Februar 2017

Rosenkleidchen

Sehr selten nähe ich Kindersachen, aber für meine kleine Nichte mache ich gerne eine Ausnahme.

Schon viel zu lange lag der schöne Feincord in meinem Stofflager, da ich ihn erst kaufte, als bei meinen Mädchen die Rosa-Kleidchen-Phase schon vorüber war.
Nun habe ich den 8. Geburtstag meiner Nichte zum Anlass genommen, die gut abgelagerten Blüten nach einem Burda-Schnitt (Modell 137 aus 10/2016) in Größe 134 zu vernähen. Ich habe das Oberteil mit dünnem Wirkfutter gedoppelt und einen zartrosa Satinpaspelrest verarbeitet. Den Saum habe ich mit rosa Schrägband gearbeitet.


Und das Geburtstagskind hat das Kleid sofort angezogen und den Rest des Tages anbehalten. Welch ein rosa Glück!

Damit beteilige ich mich heute am Creadienstag


Donnerstag, 16. Februar 2017

Kleines Schwarzes oder das "Schuh-Kleid"


Zuerst waren die Schuhe da, und zwar diese:
Mein Mann kaufte sie mir, obwohl ich permanent gegen gehalten habe, dass ich doch dazu nix Passendes anzuziehen hätte. Schließlich fand sich in meinem Kleiderschrank dann doch eine schwarze weite Hose, mit der ich die raffinierten Pumps schon einige Male ausgeführt habe.
Aber eigentlich brauchen diese Schuhe ein Kleid. Um genau zu sein, ein kleines Schwarzes - schmal, schlicht, elegant.
Schon vor einigen Monaten kaufte ich in Hamburg den leicht glänzenden Stretchsatin dafür. Zwar ist der Poly-Anteil ziemlich hoch, aber der Stoff hat auch etwas Stand und lies sich wunderbar verarbeiten. Im Zuge des Weihnachtskleidnähens habe ich das Projekt angefangen, bin aber erst in der vergangenen Woche mit den letzten Handstichen fertig geworden.
Nach einigem Hin und Her habe ich mich für Modell 115 aus Burda 10/2009  Größe 40 (ohne Gürtel) entschieden. Durch die vielen Längsnähte lässt sich der Schnitt sehr gut anpassen.

Allerdings habe ich alles erst geheftet - bis auf den Reißverschluss. Den habe ich gleich als zu Beginn richtig ordentlich mit der Maschine eingenäht.
Letztlich habe ich nur ganz wenig in der Taille weggenommen und unter der Brust angepasst. Den Ausschnitt habe ich um ca. 1,5 cm an jeder Seite verschmälert, nach oben hin zur Schulternaht auslaufend.

Da Burda-Ausschnitte oft recht groß/weit/tief sind, habe ich bei der ursprünglichen Version befürchtet, dass die BH-Träger seitlich hervorschauen. Das passiert jetzt nicht und trotzdem ist die besondere Ausschnittform noch zu erkennen.

Die kleinen Ärmel haben meine Geduld mal wieder arg strapaziert. Ich bekam die Weite der Armkugel nicht im Armausschnitt verteilt, ohne dass Falten blieben und ein Puffärmel entstand.


Nach dem zweiten Heraustrennen habe ich dann in der technischen Zeichnung gesehen, dass die Ärmel nur beim Vorderteil genau auf die Teilungsnaht treffen. Hinten enden sie ca. 2cm darunter. Gibt ja auch eine Markierung im Schnittteil, die ich allerdings übersehen hatte. Alles klar - beim dritten Versuch passten die Ärmel endlich, ohne Falten zu schlagen. Also ich und Ärmel und Nahtzeichen...
Vorderteil
Rückenansicht
Was gibt es noch zu sagen? Das Kleid ist komplett gefüttert und den Saum habe ich mit der Hand genäht.
Den großen Auftritt hatte das kleine Schwarze zusammen mit den Schuhen schon am vergangenen Wochenende - da gab es nämlich die letzte Party vor dem 50. Denn mein Geburtstag ist eigentlich erst heute - und so kann ich zum MMM noch mal ganz passend mein Jubiläums-Outfit präsentieren: 

Lange habe ich ja mit dieser Geburtstagszahl gehadert. Aber inzwischen fühle ich mich sehr wohl, reif und weiblich und sage mir immer, die Alternative (nämlich nicht 50 zu werden) ist auch keine Lösung...
Ich freue mich auf das, was künftig noch kommt und mache was daraus!
Zusammenfassung:
Schnitt: Modell 115 aus Burda 10/2009 in Größe 40
Stoff: Stretchsatin (20€/Meter)
          Futter Neva-Viscon (12€/Meter)
Den Schnitt kann ich uneingeschränkt empfehlen, geändert habe ich nur den Ausschnitt, der mir im Original zu breit/offenherzig war.
Fotos: die große Tochter im Festsaal eines kleinen zauberhaften Schlosses im Nachbarort

Zum Schluss habe ich (passend zum Geburtstagsthema) hier noch Frank Ramond für Euch - mit dem zauberhaftesten Lied, das je für eine Frau Ü45 geschrieben wurde:


Dienstag, 7. Februar 2017

Graue Tante Hertha

Schon ganz lange will ich ein bequemes Shirt nach dem Schnittmuster "Tante Hertha" von echtKnorke nähen.

Es gibt sehr viele schöne Beispiele davon im Netz. Und das Teil ist wirklich schnell genäht. Keine Ahnung, warum das Schnittmuster so lange in meinem Nähzimmer vor sich hin schlummerte, obwohl seit dem letzten Stoffmarkt im Oktober auch ein graugestreifter Strick-Jersey (mit zwei schönen Seiten) bereit lag. 
Eigentlich war "Hertha" für mich gedacht, doch dann probierte die Tochter das noch ungesäumte Shirt, erklärte mir kurz, wie lang sie es gern hätte und weg war es...


Was soll's, das Kind ist glücklich und 1,5m vernähter Stoff passt gut in meine Stoffdiät-Statistik. Und nun mache ich halt noch ein Shirt - für mich.
Verlinkt mit Creadienstag

Zusammenfassung:
Schnitt: "Tante Hertha" in Größe 38 von echtKnorcke
Stoff: Woll-Jersey (Doubleface) vom Stoffmarkt (18€/m)
Ohne Änderungen sehr schnell genäht - sicher auch ein Erfolgserlebnis für Nähanfänger.