Dienstag, 17. Juli 2018

Stoffdiät und Kummerkäufe

War ich im Mai noch auf einem guten Weg mit dem Stoffabbau, muss ich heute leider über einen Rückschlag berichten. Ich habe nicht viel genäht in den letzten acht Wochen. Ein Shirt (hier gezeigt) und ein Geburtstagskleid fürs große Tochterkind:

Es ist schon die zweite Version, weil dieses erste Kleid zum Lieblingsteil avancierte.
Entstanden ist es wieder nach einem Top-Schnitt Modell 28 aus der Fashion Style 5/2015 - einfach verlängert und die hintere Kellerfalte hinzugefügt.
Und dann habe ich für die jüngste Tochter eine Hüfttasche genäht:
 
Die HipBag von Schnabelina gibt es als Freebook. Der Stoffverbrauch dafür ist allerdings zu vernachlässigen...
Ach ja, und diese sommerlich-leichte BW-Decke für das Sofa ist auch noch entstanden.
 
 
Den Stoff habe ich aber auch neu gekauft und genau dafür ausgesucht, weil ich die Kauf-Decken alle zu wuchtig und dick fand und außerdem keine Fransen und die Farbe passend zu den vorhandenen hellgrauen Kissen wollte. Als Einfassung habe ich zumindest einen vorhandenen Jerseyrest genutzt.
Und hier seht Ihr meine noch unverarbeiteten Stoffkäufe der letzten beiden Monate:

Immerhin, für einen Teil davon gibt es konkrete und zeitnahe Projekte.
 
Diese beiden(ein butterweicher Fischgrat-Wolljersey und ein maritimer Streifenromanit) sind aber eindeutig der Kategorie Belohnungskäufe oder Stressabbau zuzuordnen, da mich familiär gerade eine Riesen"baustelle" auf Trapp gehalten hat. So wie manche aus Kummer essen, musste ich halt zwischendurch mal schönen Stoff kaufen...


Und das ist die Bilanz (seit Mai)in Zahlen:
14,80 m gekauft
5,30 m vernäht
1,50 m sind in Form einer fast fertigen Hose noch in Arbeit (die zähle ich jetzt mal mit...)

Ergibt also eine "geschönte" Bilanz von 8 m mehr Stoff auf Lager!

Ich gelobe Besserung und schicke mein Fazit zu Frau Küstensocke, die beim Stoffabbau nicht zu toppen ist, uns aber immer wieder mit ihrer Aktion motiviert.

Und da der Tag passt, verlinke ich noch mit Creadienstag
Fotos von mir


Mittwoch, 4. Juli 2018

Lässiges Shirt

Heute zeige ich Euch mein schnelles Oversize-Oberteil aus hauchdünnem Jersey. Mit dem komme ich gerade sehr gut durch die heißen Tage.
Inspiration war ein nichtgekauftes Kaufshirt, welches oben an einem Ärmel einen goldfarbenen Einsatz hatte. Ich habe mich für Neongelb (diese Farbe begegnet einem ja in diesem Jahr häufiger) entschieden. Als ich das Shirt meiner Tochter zeigte, meinte sie der gelbe Streifen oben am Ärmel sähe aus wie ein Kapitänsbinde beim Fußball.
Also habe ich das Gelb an den Ärmelbündchen wiederholt und zusätzlich einen kleinen Rest-Streifen unten am Rollsaum "festgetackert".
Genäht habe ich diesen Schnitt mit der Dreiviertelärmelvariante (21) aus der Fashion Style, diesmal nur Größe 38, da mir das Shirt doch recht weit und kastig erschien.
Quelle: Fashion Style 10/2016
Da ich nicht so oft Jersey nähe, war das Halsbündchen wieder einmal eine Herausforderung, die ich nur so mittelprächtig gelöst habe. Es liegt nämlich leider nicht komplett an. Aber darüber sehe ich jetzt hinweg. Mir gefällt mein Shirt und ich trage es am liebsten ganz leger komplett über der Hose:
 
Es geht aber auch so, da ist mehr von der Hose zu sehen:

Apropos Hose. Die habe ich hier schon näher vorgestellt. Auch wenn der Elasthan-Anteil nach dem Waschen schnell wieder für sehr reichlich Weite sorgt, liebe ich sie sehr. So lässig geht es jetzt gleich ins Büro und vorher noch zum MeMadeMittwoch. Dort geht es heute darum, was wir in unsere Urlaubskoffer packen - na, mein Shirt wird ganz sicher dabei sein,wenn wir uns in drei Wochen auf den Weg ins Elsass machen.

Zusammenfassung:
Schnitt: Modell 20/21 aus Fashion Style 10/2016, Gr. 38
Stoff: ganz dünner feinster Jersey aus dem örtlichen Stofflädchen (15,50 € pro Meter)
Fotos: die Tochter